Einmal rum!

Ich bebe innerlich, so sehr freue ich mich. Stimmt die scheiß Uhr da hinten denn auch? Ist sie das da vorne? Nein. Ich schaue noch mal auf mein Handy. Das letzte Foto von ihr, dass Sie mir vor ein paar Tagen ganz früh morgens geschickt hat, ist einfach der Hammer. Diese strahlenden Augen, dieses Lächeln. Nervös fingere ich an meinem Tankrucksack herum. Wie oft ich den Reissverschluss jetzt schon auf und zu gemacht habe – ich hab keine Ahnung. All die Menschen auf dem Vorplatz, ich registriere sie gar nicht. Mein Freund Bernd, der mich gerade in diesem Augenblick filmt, fragt mich irgend etwas. Was? Hab ich ihm schon geantwortet? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass meine Freundin jeden Augenblick da vorne aus der Tür kommen wird. Wenn die Deutsche Bahn denn pünktlich ist, dann muss sie doch schon vor einer Minute angekommen sein. Wo ist sie denn?

Über vier Monate habe ich meine Freundin nun schon nicht mehr gesehen seit unserer Zeit in Indien. Und jeden Tag, jeden einzelnen Tag habe ich sie ein wenig mehr vermisst.

 

Auch wenn ich eine tolle Zeit hatte mit jedem Kilometer von Portugal hier her wurde es immer schwerer. Und nun stehe ich neben meinem Motorrad und schaue ungeduldig in Richtung Eingangstür des Kasseler Hauptbahnhofs. Obwohl die Sonne scheint, fallen mir plötzlich kleine Regentropfen ins Gesicht. Und mit einem Mal muss ich an das Meer und die Kühe am Strand denken, an unsere Zugfahrten, durch dieses verrückte Land, an unsere schlaflosen Nächte und daran wie sehr sie mir auch dort geholfen hat. Ich schaue auf meine etwas schmutzigen Hände und sehe die Narbe, unter der sich die Schraube in meiner Hand befindet. Und plötzlich wird aus dem Beben ein Zittern, so wie damals in der Polizeistation in Indien, als ich dache, dass meine Reise zu Ende sei. Und auch in diesem Augenblick füllen sich meine Augen wieder mit Tränen. Doch dieses Mal weil ich weiß, dass meine Reise gleich wirklich zu Ende sein wird – weil ich weiß, dass ich gleich endlich angekommen bin. Ich hebe wieder meinen Kopf und sehe wie sich die Tür öffnet.

Fast einen Monat vorher. Es ist Mitte März und leider immer noch arschkalt. Zumindest bei mir auf der Terrasse in Klobenstein. Auch wenn die Sonne zeitweise kräftig scheint, so richtig warm mag es hier mittags in Südtirol doch noch nicht werden. Was aber auch daran liegt, dass sich immer mal wieder dicke, dunkle Wolke vor sie schieben. Bereits seit über zwei Stunden sitze ich schon auf der Bank hinter dem Hotel und schaue auf die gewaltigen Berge, die am Ende des schon fast grünen Tals hoch in den Himmel ragen. Was für ein Anblick!

Ich muss an meine Zeit in Pakistan denken und daran, wie sehr mich die Berge des Karakorum gefesselt haben von dem Augenblick an, als ich über die chinesische Grenze fuhr. Und ich muss an dieses Gefühl denken, einen Ort nicht mehr verlassen zu wollen, weil er einfach so unbeschreiblich schön ist. Über fünf Monate ist das jetzt her, eine Zeit in der so viel passiert ist und in der ich noch so viel mehr von dieser Welt gesehen habe – Indien, Nepal, Belutschistan, Iran und den Balkan.

Und jetzt? Soll ich nach Hause fahren? Eigentlich müsste ich das – meine Weltreise hier und jetzt beenden. Denn Geld habe ich so gut wie keins mehr.

Ich schaue wieder auf meinen Laptop, der auf dem massiven Holztisch vor mir steht – einem Tisch, wie er in Südtirol, auf einem Balkon mit diesem Ausblick, stehen muss. Rechts daneben: Ein paar Dollar- und Euroscheine, Fünfziger, Zwanziger und ein paar Zehner, ein paar Tögrög aus der Mongolei, meine Reisepässe, mein Handy, ein Notizblock, mein zweiter Espresso und irgendwelcher Krimskrams, der sich über Monate in meinen Taschen angesammelt hat. Auf der linken Seite: meine Kamera, die ich eben angeschaltet hab und die mich in diesem Augenblick ein bisschen nervt.

Ich bin pleite, verdammte Scheiße!

Und ja: so richtig pleite! Doch viel schlimmer ist: Ich bin unzufrieden mir mir selbst. So wie ich es immer bin, wenn ich mir unsicher bin. Was soll ich tun? Ich mache noch mal den Routenplaner auf – zum vierten oder fünften Mal. Und auch wenn ich die Google-Maps-Karte wegen der Sonne kaum erkennen kann, diese Zahl da ist unverkennbar: 3100 Kilometer. So weit ist es ungefähr von hier bis nach Carbo de Roca in Portugal, dem westlichsten Punkt des europäischen Festlands. Und ja: Dave, einer der beiden Engländer, mit denen ich in Pakistan unterwegs war, hatte verdammt noch mal Recht – auch wenn er vollkommen betrunken war. Dort muss ich eigentlich hinfahren, um später wirklich einmal behaupten zu können, dass ich „einmal rum“ gefahren bin. Puh! Und was passiert, wenn ich dort angekommen bin? Dann muss ich auch noch nach Hause kommen. Irgendwie. Ohne Kohle.

Ich schaue wieder in Richtung Berge und denke darüber nach, wie sich das anfühlen würde, morgen einfach nach Hause zu fahren. Was soll ich denn bitte schön meinen Kindern später mal erzählen? „Ja. Und dann hat der Papa zum Schluss noch seine allererste Freundin Katrin in Südtriol besucht. Die hatte damals Kinder, die noch viel kleiner waren als ihr jetzt. Und dann hat er da auf der Terrasse gesessen, satt gefuttert nach einem leckeren Frühstück. Ja, aber es war auch nicht so leicht. Denn er wusste nicht genau ob sein Geld noch reichen würde, um noch nach Portugal zu fahren. Das wäre alles ganz schön knapp geworden. Tja, und dann ist er lieber direkt mal nach Hause gekommen. Ja, so war das damals.“

Boah! Würgh. Mir wird schlecht. Das geht gar nicht! Doch auf der anderen Seite? Wie soll es gehen? Der Unfall in Indien. Allein den habe ich schon nicht mit eingeplant bei dieser ganzen Aktion. Alleine einmal mit dem Motorrad um die Welt fahren. Wie beknackt muss man eigentlich sein?! Och ja, das wird schon irgendwie gehen. Du hast ja ein Zelt, es gib Couchsurfing und Essen kannste Zeug aus der Dose. So teuer wird das schon nicht, habe ich immer gedacht. Ich Idiot! Die schweineteueren Motorradteile nach dem Unfall, die Erstbehandlung in diesem indischen Rattenloch, das Schmiergeld beim russischen Zoll und an so mancher Grenze. Über all das habe ich mir, bevor ich losgefahren bin, einfach nicht wirklich Gedanken gemacht. Ebenso wenig darüber, dass ich pro Monat doch ein wenig mehr Geld brauchen könnte. Oh man, ich werde so pleite sein, wenn ich nach Hause komme. Deshalb: Ich habe mir geschworen keine weiteren Schulden zu machen – bei niemandem. Auch wenn ich das bisher leider schon musste. Keinen weiteren Euro mehr! Alles was ich jetzt noch habe, muss reichen.

Meine Konten habe ich online schon gecheckt, jedes Fach meines Portemonnaies und meiner Dokumententasche. Auch wenn ich das noch ein weiteres Mal mache, davon wird es nicht mehr. Alles was ich noch habe liegt nun vor mir. 300, 350, 400 … Ich starre vor mich hin. Halt! Warte! Ha! Da hab ich ja gar nicht mehr dran gedacht. Klar, die kleine Geheimtasche mit meiner Motorradjacke. Ist da vielleicht auch noch etwas drin? Zwei Minuten später knalle ich das dreckige Ding auf den Tisch und öffne sofort den Reißverschluss, der wie fast alle mittlerweile ein wenig klemmt. Und?! Irgendwelche Geldscheine – Fehlanzeige. Mist! Wäre ja auch zu schön gewesen.

Doch, was ist das da? Häh?! Als meine Finger es vollkommen umschließen, weiß ich sofort was es ist. Etwas, das ich seit Monaten schon nicht mehr gesehen habe. Etwas, an das ich auch schon gar nicht mehr gedacht habe. In diesem Augenblick spüre ich, wie die Sonne durch die Wolken bricht und es ein bisschen wärmer wird – zumindest für einen kurzen Augenblick. Ich nehme den kleinen Engel aus meiner Tasche und schaue ihn mir an. Krass! Und auch wenn ich spätestens seit dieser Reise überhaupt kein Freund mehr dieses skurrilen Vereins bin, muss sich gestehen, dass er das doch ziemlich gut getimed hat. Obendrein fangen in diesem Augenblick nämlich die Kirchturmglocken an zu läuten – was leider extrem kitschig, aber die Wahrheit ist. Ich setze mich wieder auf die Bank und muss an meine Mutter denken und daran, was sie zu mir gesagt hat, als sie mir den kleinen Kerl aus Bronze am Flughafen in Frankfurt in die Hand gelegt hat.

„Geh und tu das, wovon Du immer geträumt hast. Vertrau darauf, dass alles so kommen wird, wie es kommen soll. Auch wenn alles dagegen spricht – Du weißt, dass es richtig ist. Fahr los!“ Ich beginne wieder zu lächeln.

Und so sitze ich eine ganze Weile da und denke nach, was ich nun alles machen müsste, wenn ich morgen weiterfahren würde. Herrgott! Bis mir siedend heiß wieder einfällt, was ich ja auf jeden Fall noch machen muss.

Das Bobby-Car von den Kids braucht dringend neue Räder. So kann das nicht bleiben. Schon als ich hier ankam, war es das erste was ich nach Katrins und meiner Begrüßung gesehen habe. Völlig runter die Pellen. Das nächste Rennen in der Einfahrt der Nachbarn damit gewinnen? Völlig unmöglich. Und da es den Vater zu den Zwillingen nicht wirklich gibt und Katrins ganze Familie ziemlich in den Hotelbetrieb eingespannt ist, war mir schnell klar: Das ist dein Job, mein Lieber. Und so mache ich mich sofort auf den Weg in die Garage, um mein Bordwerkzeug hervorzukramen. Dass ich, wenn ich so recht darüber nachdenke, gar nicht so oft auf dieser Reise gebraucht habe.

Was für eine coole Nachmittagsbeschäftigung! Und diese findet ihren Höhepunkt schließlich darin, dass ich mit Katrins Vater, den ich ebenso wie sie, vor gut 17 Jahren das letzte Mal gesehen habe, zum Dorfschlosser fahre, um Gewinde auf die Achsen drehen zu lassen. Ich verstehe kein Wort von dem was mir der Vollbart im schmutzigen Blaumann sagen will. Aber irgendwie ist es ziemlich schön zu sehen, wie sich alle bemühen, das Bobby-Car wieder fit zu machen. Und siehe da. Ein Schwung Ersatzreifen, ein paar Muttern, Unterlegscheiben, WD-40 und zwei Stunden Einsatz von Fachkräften – und der grüne Flitzer rollt wieder wie ein Eins. Geil! Mein Lohn am Abend: Eine dicke Umarmung von Katrin, vier strahlende Kinderaugen und wieder einmal ein wunderbares Abendessen. Frisches Kalbsfilet und Rosmarinkartoffeln. Überhaupt: Ich werde, in den Tagen an denen ich hier sein darf, so dermaßen verwöhnt, dass es mir schon fast unangenehm ist. Ebenso wie die Tatsache, dass ich hier umsonst übernachten darf. Umsonst in einem Hotel – das hatte ich auf dieser Reise so auch noch nicht. Und mit einem Mal muss ich wieder an meine Mama denken.

Ziemlich spät am Abend finden Katrin und ich dann auch noch mal die Zeit uns zusammen hinzusetzten und mal zu quatschen. 17 Jahre. Ach, was waren wir doch bekloppt damals. Vor allem wenn man bedenkt, dass unsere große Liebe für vielleicht gute zwei Monate gehalten hat. Und sie damit geendet hat, dass Katrin kurz nachdem ich nach einer neunzehnstündigen Fahrt in Regionalzügen in Südtirol angekommen bin einfach mit mir Schluss gemacht hat. Och je, was war das für eine Tragödie damals. Zumindest wenn man bedenkt, dass dem Ganzen immerhin ein Kuss auf unserem Dorffest und sich anschließende 568 Faxe, verschickt aus dem Büro meines Vaters, vorangegangen sind. Ach je, was ein netter Abend – voller Erinnerungen und Geschichten aus zwei mittlerweile völlig unterschiedlichen Leben.

Am nächsten Morgen. Ich sehe von meinem Bett aus, wie es ganz langsam hell wird und die ersten Sonnenstrahlen die Berge berühren. Wie der Schnee auf ihren Spitzen beginnt zu funkeln. Brauche ich noch einen Ölwechsel? Wie oft werde ich tanken müssen? Wie viel Geld darf ich jeden Tag für Essen ausgeben? Sebastian in Barcelona, Duncan in Cannes und Juan in Burgos – ich hoffe, die sind zu Hause, wenn ich dort auf der Matte stehe. Und was ist mit Michael und seiner Frau? Ansonsten: Kann ich wild campen in Italien, Spanien und Portugal? All das geht mir schon bestimmt seit einer Stunde durch den Kopf.

Ich bin so aufgeregt, wie schon lange nicht mehr. Es fühlt sich fast so an, wie an dem Tag als ich in Miami vor rund zehn Monaten morgens völlig gejetlagt im Bett lag und dann zusammen mit Miguel mein Motorrad aus der Spedition geholt habe. Die ersten Kilometer auf meiner Weltreise. Was für ein geiler Moment! Was er und seine Familie jetzt wohl machen? Egal, raus aus der Kiste. Da kann ich mir Gedanken drüber machen, wenn ich tatsächlich wieder zu Hause bin. Ich muss jetzt wieder auf die Straße. Und so sitze ich nach südtiroler Umarmungen, einem ebenso kräftigen Frühstück etwa eine Stunde später auf meiner bayrischen Dame und rolle die schmale Bergstraße in Richtung Bozen hinunter – bei strahlend blauem Himmel. Geil! In meinem Koffer: geschmierte Brote, Apfeltaschen, Obst und eine Kanne Kaffee. Und auf meinem Handy die Nachricht aus Süditalien: „Komm vorbei! Der Camping-Platz heute Abend geht auf uns. Du pennst bei uns im Bulli.“

Zehn Tage später. Es ist früh am Morgen. Tine und Olaf sind schon vorgefahren um meine Ankunft mit der Kamera festzuhalten. Ich kann immer noch nicht glauben, dass die beiden das einfach so machen. „Klar, wir kriegen das zusammen hin“, sagte er einfach zu mir und grinste mich breit an. „Soll ich vorher Kaffee machen und Dich dann wecken?“

Mehrere Meter hoch schlagen die Wellen des Atlantiks an die steilen Felswände. Links und rechts von mir dichter, grüner Wald, urige Dörfer und immer wieder der kurze Blick aufs Meer. Aus den schnell vorbeiziehenden Wolken fallen immer mal wieder ein paar Regentropfen. Doch die Sonne, die erst vor wenigen Minuten aufgegangen ist, tut ihr Bestes um die Oberhand über das Chaos über mir zu gewinnen. Die einzigen, die ebenfalls schon wach sind: ein paar mutige Möwen, die sich trotz des heftigen Winds in die Luft trauen. Meter für Meter fahre ich der Küste entgegen und dem Leuchtturm, den man schon von einigen hundert Meter erkennen kann, aber in den engen Kurven der schmalen Landstraße immer wieder aus dem Blick verliert. Cabo de Roca, da vorne ist es also.

Boah! Das war knapp. Einige Böen sind so heftig, dass es mich fast vom Mopped pustet, als ich um die nächste Ecke biege. Das Pfeifen durch mein mittlerweile etwas klappriges Visier übertönt alles. Sogar Tom Morello, den ich natürlich auch an diesem Morgen wieder eingeladen habe. Das Einzige, was ich wirklich hören kann, ist das Pochen in meiner Brust, dass schon heute morgen angefangen hat als ich auf dem Campingplatz ein paar Kilometer entfernt aufgewacht bin. Noch einmal links, dann wieder rechts und vorbei an dem Schild, dass den Weg zum Parkplatz deutet. Direkt neben mir nun der Turm, der Reisenden den Weg deuten soll und der hoch in den Himmel ragt. Und dann ist es fast so weit. Ein paar Meter noch. Ich bin so aufgeregt.

Das Pochen ist mittlerweile so heftig, dass es mir fast den Hals zuschnürt. Gleich – gleich habe ich es geschafft. Gleich habe ich die Erde auf meinem Motorrad umrundet.

Ich sehe das Meer und das große, steinerne Kreuz. Dick eingepackt stehen Olaf und Tine etwas abseits mit meiner Kamera in der Hand. Sonst niemand. Langsam rolle ich über den Parkplatz. An den Palisaden die sein Ende markieren, halte ich kurz inne und überlege. Klar ist es verboten noch weiter zu fahren. Aber das ist mir mal so was von egal in diesem Augenblick und so gebe ich wieder Gas. Plötzlich spüre ich die Sonne und auch, dass der Wind etwas nachgelassen hat. Ich höre wie der grobe Kies auf dem schmalen Fußweg unter meinen abgefahrenen Reifen knirscht.

Und dann halte in an, direkt vor der kleinen Mauer und denke an das Zitat, dass ich über diesen Ort gelesen habe. „Hier… Wo die Erde endet und das Meer beginnt…“ Bumm, bumm, bumm, ich spüre jeden Schlag meines Herzens. Und als ich den Verschluss meine Helms öffne, meine zittrigen Händen. Ich brauche einen kleinen Moment, bevor ich von meiner bayrischen Lady steigen kann – die mich tatsächlich bis hierher gebracht hat und die ich allein deshalb niemals verkaufen werde.

Und dann? Wie habe ich diesen Moment erlebt? Was ist mir durch den Kopf gegangen? Um davon zu erzählen, dazu fehlen mir an dieser Stelle die Worte. Doch ich hoffe sehr, dass es mir gelungen ist, dies in bewegten Bildern festzuhalten. Nicht zuletzt, weil mir auch dabei wieder einmal vollkommen unerwartet Menschen geholfen haben, die ich nie zuvor getroffen habe.

Gerade eben habe ich zum ersten Mal auf dieser Reise in die Kamera gesprochen. Ich habe dies nie für notwendig gehalten – mich irgendwie nie danach gefühlt. Doch in diesem Moment habe ich es getan. Ich lasse meine Kamera sinken und spüre plötzlich wie schwer meine Arme geworden sind. Wie schwere Steine fallen sie mit einem Mal nach unten. Sie fallen von mir ab, so wie die Last, die ich mir gerade selbst von meinen Schulter genommen habe. Mit einem Mal schmecke ich das Salz in der Luft und beginne zu weinen. Diese Idee, diesen Traum – mit dem Motorrad um die Welt zu fahren. Seitdem ich mit 16 dieses Buch gelesen habe, immer in den Mittagspausen auf der Baustelle , hatte ich sie in mir. Jeden Tag, jede Woche, jeden Monat, jedes Jahr. Und ja: Irgendwann wurden sie zu einer Last. Zu etwas, vor dem ich langsam Angst bekam, da es mir immer größer, immer schwerer und schließlich unerreichbarer vorkam. Aber es blieb etwas, was es zu erledigen galt und zugleich etwas, wofür sich immer Gründe fanden es nicht zu tun – Liebe, Freundschaft, Partys, Hobbys und Lebenswege von denen ich meinte, dass sie mich ebenfalls zufrieden machen. Doch so sehr ich mich auch bemühte es zu verdrängen, zu verschieben und zu vergessen, es ließ mich einfach nicht mehr los. Und tief im Inneren wusste ich, dass ich einfach losfahren muss. Wenn nicht, werde ich diese Idee, diesen Traum noch haben, wenn ich irgendwann sterbe. Und dann? Dann habe ich es getan – vor über zehn Monaten.

Ich schaue wieder aufs Meer hinaus, das so unendlich groß erscheint. Ich schaue in Richtung Miami, das irgendwo hinter dem Horizont liegen muss. Ich schaue in die Richtung des Ortes, an dem ich meine Reise um die Welt begonnen habe. Ich schließe noch einmal meine Augen. Diesen Moment, am liebsten würde ich ihn für immer festhalten. Das einzige was man hört sind die Wellen und … Häh! Was ist das?! Ich drehe mich um und bin mit einem Mal wie erstarrt. Oh nein! Bitte nicht! Ernüchtert lasse ich meinen Kopf sinken. Ich kann einfach nicht hingucken. Bitte, bitte nicht! Sag, dass das nicht wahr ist. Das muss ein Albtraum sein. Angst erfüllt mich, gefolgt von Verzweiflung und kleinen Schweißschüben.

Ich hebe wieder meinen Kopf, und nur wenige Meter von mir entfernt sehe ich es tatsächlich vor mir. Das Unheil. Den Abgrund, den viele Reisenden dieser Welt fürchten – so wie Fusspilz, lauwarmes Bier, Dünnschiss und Tuk-Tuk-Fahrer. Das Böse, das jeden noch so wunderbaren Ort, jeden noch zu bezaubernden Moment, in den Vorhof der Hölle verwandeln kann. Die Rede ist von: einem ganzen Bus, vollgestopft mit chinesischen Touristen.

Durch den Wind habe ich den Bus, der rund 150 Meter entfernt auf dem Parkplatz angehalten und seine Türen geöffnet hat, nicht gehört. Und somit bin ich schon wenige Sekunden später umgeben von allem, worauf ich in diesem besonderen Augenblick vollkommen verzichten könnte. Handy-Kameras, Selfie-Sticks, pinken Outdoor-Jacken und laut quakenden Chinesen. Immer noch etwas überrumpelt von diesem abrupten Szenenwechsel stehe ich da und starre vor mich hin.

Warum müssen diese Menschen, die meinen sich ganz Europa in drei Tagen angucken zu müssen, jetzt auch hier sein? Warum bloß!? Plötzlich ein Blitz. Und noch einer. Einer der Eindringlinge steht direkt vor mir und fotografiert mich ungefragt. „Mach das noch mal und ich hau Dich aus Deinem Goretex-Strampler“, grummele ich ihn an. Er versteht mich natürlich nicht und grinst. „Cool bike. You can smile for me? Oh, please?!“, fragt er mich plötzlich und drückt gleich zwei mal den Auslöser seines iPhones. Blitz. Blitz. Boah! Und schon ist er auch schon wieder weg. Ich bin wie gelähmt und starre wieder vor mich hin. Und dann dauert es ein paar Sekunden bis ich wirklich anfange zu grinsen – ja tatsächlich anfange zu lachen. Darüber wie unheimlich witzig diese Situation doch eigentlich ist und irgendwie über mich selbst. Tja, ob es mir gefällt oder nicht. Aber so ist das Leben nun mal. Dieses Leben, das in den letzten Monaten schon so viele Überraschungen für mich bereithielt. So viel Unerwartetes, so viel Ungeplantes, so viel Trauriges, so viel Schlechtes und so viel unheimlich Gutes und Schönes. Ganz ehrlich? Meine Reise war nicht so, wie ich ich sie mir vorher ausgemalt hatte. Sie war nicht so cool, nicht so abenteuerlich und nicht so postkartenmäßig. Nein! Das war sie ganz bestimmt nicht. Wie sie wirklich war und ob sie mich verändert hat, das werde ich vielleicht erst mit ein wenig Abstand sagen können. Irgendwann. In diesem Moment weiß ich nur:

Meine Reise war einfach ganz anders, als ich sie mir vorgestellt habe. Warum also sollte das heute, hier an dieser Stelle nun anders sein?

Als ich zwei Stunden später mein Zelt einpacke und vom Campingplatz rolle, bin ich vollkommen aufgewühlt. Und so muss ich doch noch mal anhalten und mein Handy hervorkramen. Das hatte ich vollkommen vergessen, einfach nicht dran gedacht. Meine Familie, meine Freundin und die Jungs zu Hause. Sie müssen doch wissen, dass ich es geschafft habe. Und dann mache ich mich schließlich tatsächlich auf den Weg nach Hause. Und damit noch mal durch den dichten, grünen Wald und vorbei an den Wellen, die mehrere Meter hoch an die steilen Felswände schlagen.

Nach Hause – wie schön das klingt. Ich freue mich so sehr, dass ich vollkommen abwesend, mitten in Lissabon, einfach mal über eine dunkelrote Ampel knalle. Uiui, eine knappe Nummer mit dem LKW. Doch bevor ich tatsächlich wieder in Nordhessen ankomme, möchte ich unbedingt, auf dem Weg, noch einige meiner Sponsoren, Unterstützer und Menschen besuchen, die mich bei der Vorbereitung und Durchführung dieser Reise unterstützt haben. Und naja, wie ich festgestellt habe: Auch alte Freunde und Reisebekanntschaften scheinen links und rechts an der Straße in Richtung Heimat zu wohnen. Und was soll ich sagen? Tag für Tag, Abend für Abend, Umarmung für Umarmung. Ich muss in diesem Tagen noch öfters an meine Mama denken. Und so bekomme ich das Lächeln irgendwann einfach gar nicht mehr aus meinem Gesicht – spätestens als ich bei schlagartig einsetzendem Regen über die Deutsche Grenze fahre und weiß, dass ich immer noch ein bisschen Geld in der Tasche habe.

Eineinhalb Wochen später. Hauptbahnhof in Kassel. Wieder und wieder nehme ich ihr Gesicht in meine Hände und schaue in ihre leuchtenden Augen. Ich will sie einfach nicht mehr loslassen. Tränen rollen unsere Wangen herunter. Wie sie mich anlacht. Sie hat mir so sehr gefehlt. Und jetzt ist sie tatsächlich hier und wird mich auf den letzten Meter begleiten – auf dem Rücksitz meines Motorrads. So wie es im Nordosten von Indien eigentlich geplant war. Ich glaube, dass mein Kumpel Bernd die Kamera mittlerweile abgesetzt hat. Wie lange ich meine Freundin wohl schon im Arm halte? Ich weiß es nicht. Aber ich spüre, dass wir langsamen aber sicher los müssen.

Und so fahren wir, im mittlerweile strömenden Regen, der sich im Minutentakt mit strahlendem Sonnenschein abwechselt, dem Ort entgegen, wo alles seinen Anfang genommen hat. Dorthin wo ich monatelang geplant, wochenlang an meinem Motorrad gebastelt und so viele Stunden mit dem Zusammenstellen meiner Ausrüstung beschäftigt war. Ich genieße diesen Augenblick gerade sehr, jede Minute zusammen und die Arme, die meine Freundin eng um mich geschlungen hat. Und dennoch muss ich auch an das denken was jetzt auf mich zukommt.

Was wird mich zu Hause erwarten? Wie wird es sein, wenn ich von heute auf morgen nicht mehr im Zelt oder auf irgendwelchen Sofas schlafe, sondern in meinem eigenen Bett? Wie wird es sein, nicht mehr allein zu sein und jeden Tag Neues zu erleben? Wie wird es sein, wenn ich meinen so geliebten Kaffee nicht mehr auf dem Campingkocher mache und dann einfach wieder losfahre – irgendwo hin, ohne zu wissen, was mich dort erwartet? Insgeheim spüre ich schon jetzt, dass der Weg von der Straße zurück in die Realität nicht einfach werden wird. Ich spüre wie groß mein Respekt vor alldem ist. Das ich wieder zurück in meinen alten Job kann, beruhigt mich sehr. Nicht zuletzt, weil ich weiß, dass ich tolle Vorgesetzte und Kollegen habe, die das überhaupt ermöglicht haben und sich auf mich freuen. Doch wo und wie werde ich bald wohnen? Ich spüre, dass mit meiner Hand noch nicht alles in Ordnung, da ich immer noch Schmerzen habe. Was wenn ich mich noch mal operieren lassen muss? Was wird mit meinem Motorrad passieren, das weit mehr als nur eine Inspektion nötig hat, für die ich nicht einen Euro übrig haben werden.

Ich denke an die unzähligen Stunden an Rohmaterial, dass ich für meinen Film, den ich so gerne produzieren möchte, gesammelt habe. Schon jetzt weiß ich, dass ich auch dafür auf die Hilfe von Freunden und Berufskollegen angewiesen sein werde. Wird das alles klappen? Wann und wo wird der Film dann zu sehen sein? Ich weiß es nicht. Ebenso wenig, ob es tatsächlich auch ein Buch zu dieser Reise geben wird – in dem würde ich von Erlebnissen berichten, die ich nur schwer in diesem Blog beschreiben oder in Bildern festhalten konnte. Und dann muss ich an meine Mutter denken und den kleinen Engel, den ich heute morgen noch in der Hand hielt. Ich fange wieder an zu lächeln.

Kilometer für Kilometer kommen wir langsam meinem Heimatort näher. Ein letztes Mal halten wir an, auf dem kleinen Berg, von dem man schon fast das Dorf sehen kann – auf dem ich schon so unzählige Male war, wenn ich allein sein wollte. Noch einmal nimmt mich meine Freundin in den Arm und gibt mir einen dicken Kuss. Dann starte ich ein letztes Mal mein Motorrad und fahre nur ein paar Augenblicke später um die letzte Kurve und dann den kleinen Hügel hinauf. Und dort warten sie auch schon, ich kann sie schon sehen. Meine Nichten und Neffen, meinen Schwager, meine Geschwister, meinen Vater und meine Mutter. Sie werde ich gleich endlich wieder in die Arme schließen – nach 22 Ländern, 333 Tagen und über 50.000 km auf der Straße. Nach einer Reise die ich ohne sie niemals hätte machen können. Nach einer Reise auf der ich Dinge erlebt, Ort gesehen und Menschen kennengelernt habe, die ich niemals vergessen werde.

Nach meiner Reise um die Welt. Denn jetzt habe es endlich geschafft: Einmal rum!

17 Comments on “Einmal rum!

  1. Wunderbare Gedanken, Rück-, An-, Ein- und Weitsichten; ich bin sehr ge- und berührt. Danke Christian.

    • Hey,

      vielen lieben Dank für Dein Kommentar – hier auf meiner Seite.

      Es freut mich, dass Du mit dem Geschreibsel etwas anfangen konntest und vielleicht noch etwas mehr als das.

      Beste Grüße aus Kassel.

  2. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Bewältigung deines Traumes wir freuen uns schon darauf deinen Film ansehen zu dürfen
    Wir haben dich in Hechlingen beim Enduro Training kennen gelernt und deine Berichte immer mit Freude und Begeisterung gelesen
    Wir wünschen dir alles Gute
    Anke und Peter

    • Hallo Ihr Beiden,

      vielen lieben Dank für die Blumen – wenn man das denn so sagen kann. Cool!

      Was den Film angeht: Das wird nun das nächste Abenteuer. 😉 Aber sobald es da etwas zu sehen gibt, lasse ich es Euch wissen – hier auf meiner Website.

      Die besten Grüße aus Kassel.

  3. Hallo lieber Christian,

    es ist schön zu hören, dass du wieder einigermaßen heil zu Hause bist. Sehr sehr schöne Geschichte.

    Wir kennen uns nicht, aber witzigerweise musste ich gerade an dich denken, als ich vorletztes Wochenende von Hamburg in die Eifel gefahren bin. (natürlich mit dem Motorrad). 500km Sonne, Kälte, Regen, Hagel… Ich hätte sowas von kotzen können und ich dachte schlimmer geht es nicht. Aber da ich mich an deine arktischen Temperaturen wohl erinnern konnte sagte ich mir: Stell dich nicht so an 😀

    Und hey, mein Motorrad war vollgetankt, wenig Gepäck und Klamotten waren dicht.

    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und bleibe gespannt, ob es von dir noch etwas zu hören (oder zu lesen) gibt. Sehr gerne schüttle ich dir auch von hier aus die Hand!

    LG
    Manuel

    • Hey Manuel,

      die Hand nehme ich sehr gerne an – so wie Deine Glückwünsche. Richtig cool!

      Ich freue mich sehr darüber, dass es Menschen gibt – auch solche, die ich noch nie persönlich getroffen habe – die mit dem was ich da bisher fabriziert habe, etwas anfangen können.

      Was den Film und ein eventuelles Buch angeht: Da bin ich wahrscheinlich ebenso gepannt wie Du. 😉

      Liebe Grüße aus Kassel.

  4. Ich danke Dir fürs Mitnehmen auf Deiner Reise. Ich hab nach jedem neuen Eintrag gelechzt und ihn dann aufgesogen. Meine Reise in die Welt hab ich vor 3 Jahren gemacht und so konnte ich so manche Situation und vor allem
    Emotion sehr gut mitfühlen. Du hast es geschafft, mich immer wieder tief zu rühren und glaub mir, an deinem Endpunkt, kurz bevor die Chinesen kamen, hatte auch ich feuchte Augen. Die Chinesen kenn ich allerdings auch, die haben mir ein magisches Erlebnis in Tikal genauso aprupt demoliert.
    Danke für diese Reise.
    Falls DichDein Weg mal an den Bodensee bringen sollte, dann bekommst hiermit eine herzliche Einladung.
    Tel.: 0160/4402885

    • Hey Toni,

      das habe ich sehr gerne gemacht – Dich mitgenommen auf meine Reise. Es freut mich zu lesen, dass Du mit dem von mit Geschriebenen etwas anfangen konntest und vielleicht – zumindest meine ich das in Deinem Kommentar zu lesen – sogaer noch etwas mehr als das.

      Danke dafür.

      Vielen lieben Dank für die Einladung zum Bodensee – die nehme ich bei Gelegenheit sehr gerne an.

      Liebe Grüße aus Kassel.

  5. Herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Umrundung! Ich habe dich letztes Jahr bei BMW KS kennengelernt und gesprochen und war von deinem Projekt begeistert. Habe deine Berichte mit großem Interesse gelesen und würde mich freuen, wenn es auch einmal einen Film oder medialen Vortrag geben wird.
    Toll dass du losgefahren bist – super dass du wieder gut angekommen bist.
    Viele Grüsse
    Jörg

    • Hey Jörg,

      vielen Dank für die Glückwünsche – darüber freue mich wirklich sehr. Nicht zuletzt weil ich mich gut daran erinnern kann, wie begeistert Du vor mir standest, ich aber eigentlich noch überhaupt keine Ahnung davon hatte, was da wirklich auf mich zukommt.

      In Sachen Vortrag: Ja, da ist bei BMW in Kassel – in naher Zukunft – was geplant. Wenn das Datum feststeht, werd ich es hier – auf meiner Website – bekanntgeben.

      Was den Film angeht: Seine Entstehung ist nun das nächste Abenteuer. 😉

      Viele liebe Grüße aus der Friedrich-Ebert-Straße.

  6. Das hast du wirklich gut gemacht! Und deine Freundin auch. Das schweißt zusammen. Ich lese das hier und mir laufen die Tränen – denn es erinnert mich an meinen motorradverrückten Mathias und wie wir das so hinbekommen haben. Also alles Gute!

    • Hey Isabelle,

      bitte verzeih mir meine etwas verspätete Antwort, aber in den letzten Tagen war dann doch alles ein bissche viel auf einmal – was Du ganz bestimmt nur zu gut kennst.

      Danke für Deine wunderbaren Worte, über die ich mich sehr freue und die ich jetzt einfach mal als Kompliment auffasse.

      Ich hoffe sehr, dass ich Euch bald mal wiedersehen – Dich und Deinen motorradverrückten Mathias. 😉

      Liebe Grüße aus Kassel.

  7. Hallo Christian,

    wir haben uns letztes Jahr in Hechlingen kennengelernt, ich war mit meinen Kunden dort und wir haben uns über deine bevorstehende Reise unterhalten.
    Ich finde es unheimlich beeindruckend und faszinierend, was du alles auf dich genommen und durchgezogen hast. Ich habe deinen Blog die ganze Zeit mit Spannung verfolgt und mich jedesmal auf einen neuen Bericht von dir gefreut.
    Und ich freue mich jetzt schon auf den Film.

    Schöne Grüsse aus Hannover
    Simon

    Ps.: Wir sind am Wochenende wieder in Hechlingen. :-)

    • Hey Simon,

      bitte verzeih mir die etwas verspätete Rückmeldung. Doch die ersten Tage – nach meiner Heimkehr – waren dann doch deutlich ereignisreicher und turbulenter, als ich mir das vorgestellt habe.

      Und klar, ich kann mich noch gut an unser Aufeinandertreffen erinnern. Umso mehr freut es mich, dass Du tatsächlich an meiner Geschichte „drangeblieben“ bist und dann auch noch etwas damit anfangen kannst. Großartig.

      Was den Film angeht: Seine Entstehung ist nun das nächste Abenteuer. 😉

      Beste Grüße aus Kassel.

  8. Lieber Christian,

    danke, dass du uns mitgenommen hast auf diese Reise. Neben all dem Wunderbaren, das du erlebt hast, möchte ich dir an dieser Stelle ganz besonders für eines danken: Für Teilen! Ich wette, du hast viele Stunden damit verbracht, diesen Blog so schön schreiben. Du wirst dir bestimmt manchmal müde die ungewaschenen Haare gerauft haben, stundenlang Bilder ausgewählt, bearbeitet und hochgeladen haben, Internetcafes und Rechtschreibfehler gesucht und verflucht haben. Und all das war seine Mühe wert. Es war SO toll, deiner Reise von unterwegs folgen zu können. Du hast mich immer wieder inspiriert. Ich hab jeden deiner Beiträge geliebt und mich immer auf den nächsten gefreut. Ich ahne, wie viel Kraft das gekostet hat, diese Geschichten so professionell und zugleich persönlich zu sammeln, vom Filmmaterial mal ganz zu schweigen. Aber – aus dem virtuellen Beiwagen winkend und von der eigenen Motorradweltreise träumend – kann ich dir sagen: Hat sich gelohnt! Deine Geschichte so fein zu erzählen ist die beste Währung, in der du dein Reiseglück begleichen kannst. Schön, dass du wieder zurück bist. Viel Gleichmut beim Ankommen, viel Freude am eigenen Klingelschild, viel Goldstaub weiterhin.

    Bis gleich.

    PS: Schmeiß mal deine Landkarten noch nicht weg, vielleicht fahre ich dir die Route mal nach … 😉

  9. Hallo Christian.
    Wir haben uns nie gesehen, kenne Dich nur von Deiner Webseite. Und trotzdem habe ich inzwischen das Gefühl wir kennen uns.
    Oft habe ich gestaunt, oft beeindruckt, auch ob der Hartnäckigkeit, mit welcher Du Dein Ziel verfolgt hast.
    Einiges kommt mir von unseren, im Vergleich zu Deiner Tour, „miniatur Türchen“ bekannt vor.
    Ich hoffe sehr Dein geplanter Film wird Realität.
    Ich drück Dir auf jeden Fall auch für dieses Projekt die Daumen.
    „die linke zum Gruss“
    Daniel

    • Hallo Daniel,

      vielen lieben Dank für Deine liebe Nachricht – das geht ja runter wie Öl. Bitte verzeih mir meine späte Antwort darauf, aber in den letzten Wochen lag die Priorität ganz klar auf anderen Dingen. Und ja: Velen lieben Dank für Dein Daumendrücken hinsichtlich des Films – die Produktion des Films ist bereits gestartet.

      Die „Linke zum Gruss“ zurück – aus Kassel,

      Christian

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